Keine Feier bis in die Morgenstunden: Darum verzichtet von Allmen auf eine grosse Party
«Heute gehen wir zu Boden», sagte Franjo von Allmen vor einem Jahr, als er sich in der Abfahrt zum Weltmeister kürte. Nun ist der Berner Oberländer ein Jahr später auch noch Olympiasieger in der Königsdisziplin, da müsste eigentlich auch ausgiebig gefeiert werden. Aber von Allmen muss sich mit der grossen Party gedulden.
Mit Blick auf die Team-Kombination, welche am Montag stattfindet, sagt der frisch gebackene Olympiasieger im Interview mit SRF aber: «Ich glaube, wenn man die Slalomfahrer nicht in die Scheisse reiten möchte, muss man sich bewusst sein, wie man heute anstösst.» Vor einem Jahr gewann von Allmen an der Weltmeisterschaft die Team-Kombination zusammen mit Loic Meillard.
Von Allmens Olympia-Gold-Abfahrt mit verschiedenen Kommentatoren
Eine kleine Party wird es für den 24-Jährigen aber trotzdem geben. «Wir werden sicher anstossen, aber nicht gerade bis in die Morgenstunden. Es wäre auch komisch, wenn man das gar nicht feiern würde.»
Von Allmen dominierte die Abfahrt auf der Stelvio, als er die Ziellinie überquerte, zeigte die Zeit einen Vorsprung von 70 Hundertstelsekunden auf Marco Odermatt an. «Ich sah die sieben Zehntel und dachte zuerst, es wäre der Rückstand, bis ich merkte, dass es grün leuchtete», gesteht der Speedspezialist, der sich bewusst war, dass er eine starke Fahrt zeigte.
Der Hunger bei von Allmen ist auch nach dem Olympiasieg nicht gestillt. «Marco Odermatt hat gezeigt, was alles möglich ist. Es steht noch ein langer Weg vor mir, auch wenn ich nicht weiss, ob ich den gleichen Weg wie Odi gehen möchte. Es gibt sicherlich noch einiges, was man erreichen kann», zeigt sich der fünffache Weltcupsieger kämpferisch. (riz)
